16.11.2016
Wahrung und Förderung von Wohneigentum wichtig

Haus- und Grundbesitzerverein Landshut lädt Aiwanger zum Gedankenaustausch

Zu Beginn des Gespräches informierte Rechtsanwalt Andreas Sigl, 1.Vorsitzender des  Haus- und Grundbesitzerverein Landshut, MdL Hubert Aiwanger kurz über den Verein und seine Aufgaben. Nennenswert sind die soliden Finanzen und die stetig steigenden Mitgliederzahlen der Interessenvertretung, so Sigl.

Auf die Frage von Hubert Aiwanger: „Wie kommt bei Ihnen der Ruf nach billigen Wohnungen an?“, antwortete Rechtsanwalt Sigl: „Billige Wohnungen sind gleich qualitätslose Wohnungen! Denn ein gehobener Wohnstandard bedeutet auch gleichzeitig einen gehobenen Mietenstandard! Der Staat sollte Wohnungen schaffen, das täte dem Markt gut, das entzerrt. Mit der Mietpreisbremse versucht die Politik die „Stellschraube Miete“ auf Biegen und Brechen künstlich nach unten zu schrauben. Im Gegenzug erhöhen sich die Betriebskosten, energetisch bauen, Rauchwarnmelder-Nachrüstung, Legionellen-Untersuchung, Straßenausbaubeiträge usw. Immer mehr solcher Posten als Betriebskosten erhöht spürbar die monatliche Bruttomiete, was aber noch nicht mehr Geld in den Taschen der Vermieter bedeutet“, so Sigl.

„Es sind dringend mehr Wohnungen nötig“, warf Handelsrichter Roman Reicheneder ein. „Eine einfache Lösung die schnell hilft, wäre die Bauvorschriften insoweit zu ändern, dass der Ausbau von Dachgeschossen genehmigt wird. Alles ist erschlossen, man bräuchte nur den Kniestock erhöhen lassen, Dachgauben erlauben und die Stellplatzverordnung anpassen, schon hätte man viel neuen Wohnraum in kürzester Zeit, schlug Reicheneder vor.

„Die Politik muss den Fokus  wieder darauf richten, dass der soziale Wohnungsbau gestärkt wird. Sozialer Wohnungsbau war gut!  Auch der private Wohnungsbau ist wieder besser zu stärken, indem steuerliche Anreize gesetzt werden. Jede Familie die sich ein Haus baut, macht eine oder sogar zwei Mietwohnungen frei! Die Eigenheimzulage muss wieder eingeführt werden“, fordert MdL Aiwanger. Die FREIEN WÄHLER setzten mehr auf steuerliche Anreize, um Investitionen in Wohnraum zu erreichen, als auf staatliche Eingriffe gegen die Hausbesitzer in Form von Mietpreisdeckelungen, die nur dazu führten, dass niemand mehr in die Schaffung von Mietwohnungen investiert - zu Lasten der Wohnungssuchenden, so Aiwanger abschließend.