29.12.2016
Den Meister hochhalten – Initiative für das Handwerk

Hubert Aiwanger sprach mit Kreishandwerksmeister Alfred Kuttenlochner

 

„Dem Handwerk fehlt es an Nachwuchs. Wir haben mittlerweile in allen Gewerken massive Probleme", räumt Alfred Kuttenlochner, Kreishandwerksmeister unumwunden gegenüber Hubert Aiwanger, Landtagsabgeordneter der FREIEN WÄHLER, ein. „Die Gründe dafür sind vielfältig:  Die Eltern wollen heute meist, dass ihre Kinder Abitur machen oder gar Studieren gehen. Keiner will mehr ein Handwerk lernen. Die gesellschaftlichen Strömungen machen es dem Handwerk schwer“, so Kuttenlochner. Aktiv wurde die Kreishandwerkerschaft Landshut mit der Aktion MINT-Garage, die Grundschüler auf Handwerksberufe und die Chancen, die das Handwerk bietet, aufmerksam macht. „Berufsmarketing wird immer wichtiger. Solche Programme und Aktionen sind förderungswürdig“, so Aiwanger und versprach dem Kreishandwerksmeister sich politisch dafür einzusetzen.

Ein wichtiges Anliegen ist dem Kreishandwerksmeister auch der Meisterbrief: „Ein Meisterbrief ist leider nichts mehr wert. Früher war er hoch angesehen!“. „Diesem Phänomen muss man gegensteuern“, warf Aiwanger ein, „sonst gibt es in wenigen Jahren so gut wie keine Qualitätsbetriebe mehr im Handwerk – solch ein Qualitätsverlust muss gestoppt werden. Das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist entscheidend für unsere wirtschaftliche Stärke. Die Meisterausbildung ist dabei ein ganz entscheidender Faktor.“